Aufrichtung Blockhaus aus Kanada

Blockhaus auf Bauplatz aufrichten

Der Blockhausbau ist eine Bauweise mit Tradition und bedingt ein hohes Fachwissen. Blockhaus Konstruktionen mit Naturstämmen oder als Fachwerkhaus; die Häuser werden nach neuestem Wissen und mit modernster Technik gebaut. Dank zeitgemäßen Hilfsmitteln und Dichtungsmaterialien kann die Blockhaus Bauweise den heutigen Anforderungen problemlos standhalten.

Konstruktion und Energieeffizienz

Bei Naturstammhäusern erfolgt der Aufbau Stammlage um Stammlage. Mit Hilfe eines Zirkels wird auf die einzelnen Baumstämme die Kontur des darunter liegenden Stammes übertragen. Anschließend wird in aufwendiger Handarbeit mit Motorsäge, Axt und Stechbeitel millimetergenau diese Kontur, welche später die Auflagefläche und Eckverbindung eines jeden Stammes bildet, herausgearbeitet. Die dabei in Längsrichtung entstehende Nut und die Verkämmung, werden vor dem Aufbau mit einem winddichten P-Dichtungsprofil und Schafwolle isoliert und abgedichtet. Jetzt liegen die Stämme trotz natürlicher Unebenheiten passgenau übereinander und geben der Konstruktion durch ihre Formschlüssigkeit, Maßhaltigkeit und Eigengewicht die notwendige Stabilität.

Dachkonstruktionen oder Deckenbalken werden mit sichtbaren Naturstämmen erstellt. Dieses Gebälk wird mit den Tragwänden verzapft und verbunden und gibt der Konstruktion zusätzlich Stabilität.




Dämmeigenschaften und Energieeffizienz:

Über Jahrhunderte wurde dem Blockhaus ein warmes und angenehmes Raumklima zugeschrieben. Erst jüngst wird dieses in Frage gestellt, weil es sich über die Dämmwerte des Wandaufbaus nicht belegen lässt. Vielfältige Meinungen existieren zu den Dämmeigenschaften und dem allgemeinen Wohnwert eines Blockhauses. Der gesamte Aufbau und Ausführung der Gebäudehülle, nicht nur die Dämmeigenschaften der Wände beeinflussen die Energieeffizienz eines Gebäudes. Die Anzahl, Art und Positionierung von Fenstern und Türen spielt für den Energieverbrauch eines Blockhauses eine Rolle. Heutzutage wird die Energieeffizienz eines Gebäudes durch den U-Wert aus Gebäudebauteilen wie Fundament, Wand, Dächern und Fenster/Türen ermittelt. Ergänzend wäre auch der Einfluss der Wärmespeicherfähigkeit eines Gebäudes anzuraten.

Holz besitzt, im Vergleich zu Faserdämmstoffen, schlechte Dämmeigenschaften. Doch Aufgrund seiner größeren Masse speichert es hervorragend Energie in der Zellstruktur. Wärmespeicherfähigkeit ist die Eigenschaft eines Materials Energie zu absorbieren, diese zu speichern und mit der Zeit langsam freizusetzen. Holz kann dies aufgrund seiner Dichte gut. Bei sinkenden Temperaturen in den Wohnräumen gibt die Wand Wärmeenergie ab und verhindert ein schnelles absinken der Raumtemperatur.

Bei Studien untersuchte man den Wärmeverlust durch Leckagen in der Gebäudehülle, der durch viele Verbindungen in Holzwänden verstärkt auftreten kann. Man fand heraus, dass die Blockhaus Produzenten die Luftwechselrate in den letzten 15 Jahren erheblich reduzieren konnten. Diese Reduktion wird der verbesserten Konstruktion und dem verstärkten Einsatz von Dichtstoffen an allen Anbindungsstellen und Eckverkämmungen zugeschrieben.




 

Author: UeliWittwer

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